Von Menschen, Orten und Sprachen - Innsbruck
Brigitta und Thomas Busch:
Von Menschen, Orten und Sprachen. Multilingual leben in Österreich.
Herausgegeben von der Grünen Bildungswerkstatt Minderheiten.
Drava 2008
Buchpräsentation und Diskussion
19. 3. 2009., Innsbruck, Bücher Wiederin
Im bibliophilen Ambiente der Buchhandlung Wiederin in Innsbruck fand am 19. März die Präsentation des von der GBW Minderheiten herausgegebenen Buches „Von Menschen, Orten und Sprachen“ statt. Stefan Pauer von der GBW Minderheiten begrüßte das Publikum in zwei Sprachen – Deutsch und Kroatisch – und schuf somit gleich einen Einstig in das Thema des Abends.
Zuerst gab es eine kurze Einführung in das Thema, eine Vorstellung des Projektes, der Arbeitsweise und Zielsetzung des Forschungsprojektes, aus dem das Buch entstanden ist. Es ist, wie schon der Titel vermuten lässt, in drei Teile gegliedert.
Der erste Teil, Menschen, enthält Gespräche mit mehrsprachig lebenden Menschen in Österreich, deren Mehrsprachigkeit in den unterschiedlichsten Lebensgeschichten begründet ist.
Der zweite Teil des Buches widmet sich Orten und Institutionen, die einen positiven, konstruktiven und fördernden Umgang mit mehrsprachigen Menschen suchen, während unter dem Titel Sprachen im dritten Teil Schlussfolgerungen gezogen werden.
Danach lasen der Autor Thomas Busch und Nada Zerzer von der GBW Minderheiten kurze Ausschnitte aus den Interviews, um einen Eindruck vom Klang des Buches zu vermitteln. In der von Alexandra Medwedeff moderierten Diskussion kamen die vielen unterschiedlichen Interessen des Publikums zum Ausdruck und zeigten, wie bunt gemischt die DiskutantInnen waren. Die Fragen reichten von der Verwendung verschiedener Begriffe wie Muttersprache oder Familiensprache bis zu Bestehen und Notwendigkeit von Sprachenpolitik in Österreich, von wissenschaftlichen Ansätzen bis zu persönlichen Erfahrungen.
Unterschiede zwischen dem Westen und dem Osten Österreichs wurden andiskutiert und Bedürfnisse von Menschen ausgelotet, die sich als multikulturell wahrnehmen und diese Vielfalt auch leben möchten. Der Abend war gefüllt mit abwechslungsreichen Themen, die zu weiteren Gesprächen und Projekten anregten.
Bericht: Nada Zerzer, GBW Minderheiten
