kiteba - Arabische Aufschriften in Wien
"Kiteba" ist ein Begriff aus dem Arabischen und bedeutet "Aufschriften": Ob es arabische Schriftzeichen in Wien gibt, erkundeten neun SchülerInnen der Volksschule "Al-Azhar International Schools" im April diesen Jahres.
„Kiteba - Arabische Aufschriften in Wien“ ist ein Projekt, das einen Einblick in die Lebenswelt der arabischen Kultur liefert: Neun SchülerInnen einer arabischen Volksschule machten sich in Wien auf die Suche nach ihrer Heimat. Zunächst fotografierten sie das eigene Elternhaus und suchten auf dem Stadtplan nach Orten, an denen arabische Spuren zu finden sind (u.a. Türkensteine, Schatzkammer, Naschmarkt, Moschee).
Während einer Projektwoche Mitte April 2009 wurden diese besucht, erforscht und fotografiert. Zudem stand jeweils ein Ortsexperte zur Verfügung (Professoren, Politiker, Kaffeehausbesitzer, Friedhofswärter), der von den Kindern bezüglich historischer und gesellschaftlicher Relevanz der Aufschriften mit einem Diktiergerät interviewt wurde.
Ziel des Projekts
Menschen fremder Herkunft die Gelegenheit zu geben, ihr gewohntes Umfeld, das sich oft auf ihre eigene Kultur beschränkt, zu verlassen, um neue Orte zu entdecken und zu erobern. Die Kinder sollen erfahren, dass sie Recht auf Mitgestaltung der Gemeinschaft haben, wenn sie die entsprechende Initiative ergreifen. Dazu müssen Ängste abgebaut und Mitmenschen selbstbewusst angesprochen werden. Dann kann wie in diesem Fall sogar eine Ausstellung entstehen, die öffentliches Interesse weckt.
Projektleitung: Natalja Pinter, Frank Röpke
Ausstellungsgestaltung: Eva Moschitz
Dieses Projekt entstand in Zusammenarbeit von Theater in Arbeit und der GBW Minderheiten.
Buchempfehlung: Christian Kayed: Orientalisches Wien, Metro, Wien 2007
